Häufige Fragen
Ändert sich der Ablauf mit einer Küchenmaschine wie dem Thermomix?
Der Mix wird genauso gemacht: abwiegen, erhitzen und reifen lassen wie immer. Was sich ändert, ist das Ende: statt abzudrehen, frierst du ihn als Block ein und zerkleinerst ihn danach. Das zwingt dich, mit Blick auf dieses Zerkleinern zu formulieren, weder zu hart noch zu weich, und trotzdem fühlt sich der Löffel nicht an wie mit einer Eismaschine. In der Maschinen-Anleitung vergleichen wir das Gerät für Gerät.
Welches selbst gemachte Eis ist für den Anfang am einfachsten?
Das Vanilleeis. Nicht wegen des Geschmacks, sondern weil es das Grundrezept ist: wenn dir die Vanille gelingt, hast du das Skelett fast aller anderen gelöst. Die Fruchtsorten wirken einfacher und sind in Wirklichkeit tückischer, denn jede Frucht bringt ihr eigenes Wasser und ihren eigenen Zucker mit.
Kann man Eis mit nur drei Zutaten machen?
Man kann, und die Formel, die im Internet kursiert, ist Schlagsahne mit Kondensmilch. Sie wird cremig, weil sie randvoll mit Fett und Zucker ist, nicht weil sie ausbalanciert wäre. Als Vergnügen funktioniert sie; als Basis für andere Geschmacksrichtungen nicht, denn sie lässt dir keinen Spielraum.
Wie lange dauert es, Eis selbst zu machen?
Weniger, als es an Arbeit scheint, und mehr, als es auf der Uhr scheint. Der Mix ist in 15 oder 20 Minutenfertig, aber danach muss er herunterkühlen, einige Stunden reifen, abgedreht werden und durchhärten. Rechne damit, es von einem Tag auf den anderen zu machen: fast diese ganze Zeit ist Warten.
Was ist Abdrehen und warum ist es so wichtig?
Es heißt, den Mix zu gefrieren, während er gerührt wird. Diese Bewegung tut zwei Dinge zugleich: sie bricht die Eiskristalle, während sie entstehen, und arbeitet Luft ein. Frierst du ohne zu rühren, hast du einen Block; rührst du ohne zu frieren, hast du eine flüssige Creme. Das Eis liegt genau im Kreuzungspunkt der beiden.
Kann ich Kondensmilch statt Zucker nehmen?
Du kannst, und das Rezept ist sehr beliebt, aber bedenke, dass Kondensmilch nicht nur Zucker ist: sie bringt auch Milch, Fett und Laktose mit. Das heißt, wenn du sie austauschst, bewegst du nicht eine Zutat, sondern vier. Wenn du es tust, lass das Rezept durch den Rechner laufen.
Warum wird mein Eis zu Hause nicht wie das aus der Eisdiele?
Fast immer wegen zweier Dinge, die man nicht sieht: das Gleichgewicht der Zucker, das darüber entscheidet, ob es cremig oder hart wird, und die Serviertemperatur. Ein Gefrierschrank zu Hause steht bei −18 °C und Eis isst man zwischen −12 und −10 °C. Nimm es zehn Minuten vorher heraus und du merkst den Unterschied.