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Eis
für Diabetiker

Albert Soler und Lluís Ribas zeichnen für eine der seriösesten Studien über diabetikertaugliches Eis. Wir fassen zusammen, worum es geht und was das beim Formulieren bedeutet.

HaztuheladoTeam Haztuhelado10. Dez 2020 · 3 Min. Lesezeit
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Hausgemachtes Schokoladen- und Vanilleeis in einer Schale, neben einem Blutzuckermessgerät, einer Dose Erythrit und einem Heft mit Rezeptur- und Glykämieindex-Notizen

Zwei in der Eiswelt sehr bekannte Namen, Albert Soler und Lluís Ribas, haben daran gearbeitet, ein Speiseeis speziell für Diabetiker zu finden.

 

Es ist eine der seriösesten Untersuchungen bis heute, denn sie wurden von ausgewiesenen Diabetes-Fachleuten begleitet und beraten.

 

In diesem Artikel gehen wir etwas tiefer in dieses Thema, das einen großen Teil der Bevölkerung betrifft.

Albert Soler und Lluís Ribas
Albert Soler und Lluís Ribas, die Autoren der Studie.
In 30 Sekunden

Albert Soler und Lluís Ribas haben eine der seriösesten Studien über Eis für Diabetiker gemacht, beraten von Diabetes-Fachleuten. Der Schlüssel liegt darin, den glykämischen Index zu senken, indem man auf Zuckeralternativen zur Saccharose zurückgreift — und genau da fangen die Schwierigkeiten an: Nicht alle verhalten sich in einer Formel gleich. Hier erzählen wir, wonach sie gesucht haben und zu welchen Schlüssen sie gekommen sind.

Was die Studie gesucht hat

Ziel dieser Studie ist ein Eis mit einem so niedrigen glykämischen Index, dass es für die meisten Diabetiker geeignet ist. Dafür muss man auf Zuckeralternativen zur Saccharose zurückgreifen; allerdings führen diese Alternativen nicht immer zu Ergebnissen, die sensorisch oder medizinisch hundertprozentig zufriedenstellen.

 

Man muss sauber unterscheiden zwischen einem kalorienarmen Eis — einem, bei dem man einfach Fett oder Zucker reduziert — und einem Eis mit niedrigem glykämischen Index.

 

Was es ist glykämische Index ist

Der glykämische Index (GI) ist die Kennzahl, die angibt, wie schnell ein verzehrtes Lebensmittel aufgenommen wird, gemessen an der Aufnahmegeschwindigkeit von reiner Glukose. Je niedriger dieser Index, desto leichter wird das Lebensmittel aufgenommen.

Die Glukose messen: daraus ergibt sich der ganze Ansatz.
Den Blutzucker messen: daraus ergibt sich der ganze Ansatz.

Diabetiker sollten sich mit Produkten mit niedrigem glykämischen Index ernähren, denn bei ihnen verzögert der Insulinmangel die Aufnahme der Glukose. Entscheidend ist für sie aber nicht der glykämische Index, sondern die glykämische Last (GL): die Glukose, die nicht pro Lebensmittel allgemein, sondern pro verzehrter Portion aufgenommen wird.

 

Glykämische Last = (glykämischer Index × g Kohlenhydrate in einer verzehrten Portion)/100

Die glykämische Last verbindet den Index mit der Menge, die man tatsächlich isst.
Die glykämische Last verbindet den Index mit der Menge, die man tatsächlich isst.

Die klinische Lage jedes Menschen ist so komplex, dass sich kein Eis als „für Diabetiker geeignet“ definieren lässt. Deshalb nennen die Autoren des Artikels diese Sorten „diabetic-friendly“ oder „diabetikerfreundlich“.

 

Womit man all diese ersetzt

Zum Ersatz herkömmlicher Zucker wurden zahlreiche Alternativen erprobt, und man kam zu dem Schluss, dass Polyole die beste Wahl sind, weil sie den Blutzucker deutlich weniger anheben. Fruktose ist als Ersatz für Saccharose ebenfalls eine gute Option, weil sie sehr langsam ins Blut übergeht. Diese Alternativen sind stets mit Vorsicht zu genießen, denn in großen Mengen haben sie Nebenwirkungen wie Durchfall, Blähungen, Fetteinlagerung in der Leber oder Herz-Kreislauf-Probleme.

 

Zum alternativen Süßen gibt es künstliche oder natürliche Süßstoffe mit hoher Süßkraft wie Saccharin, Aspartam, Sucralose, Stevia und andere. Sie ergänzen die Polyole gut beim Süßen des Eises, aber auch hier ist wegen möglicher Nebenwirkungen Vorsicht bei großen Mengen geboten.

ZutatenWas ist jede Zutat und wofür ist sie da?Die Grundzutaten und die technischen, einzeln erklärt.Zu den Zutaten →

 

Zucker ersetzen heißt nicht nur weglassen: man muss ersetzen, was er geleistet hat.
Zucker ersetzen heißt nicht nur, ihn wegzulassen: Man muss ersetzen, was er geleistet hat.

Die drei Rezepte der Studie

Die Autoren geben uns drei „diabetikerfreundliche“ Rezepte, in denen sie die Stoffe verwenden, die ihrer Ansicht und ihren Untersuchungen nach am besten geeignet sind, damit die glykämische Last praktisch bei null liegt und die wegen ihrer Aufnahme und ihrer schnellen Ausscheidung am interessantesten sind.

 

 

Quelle: Zeitschrift Arte Heladero

 

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Das versteht man viel besser mit einer Formel vor Augen und ihren berechneten Kennzahlen.

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Team Haztuhelado

Wir formulieren und testen jedes Rezept zu Hause, bevor wir es veröffentlichen, gestützt auf die technische Standardliteratur. Unser Ziel: dass du das Warum verstehst, nicht dass du einfach abschreibst.

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